Datenschutz im Alltag: Diese Fehler sollten Unternehmen vermeiden
Datenschutz und Informationssicherheit beginnen am Arbeitsplatz — nicht erst in der Serverzentrale. Viele Vorfälle entstehen durch scheinbar kleine Nachlässigkeiten, die Angreifer systematisch ausnutzen.
Organisation und physischer Zugang
Wer darf Ihr Büro betreten? Betriebsfremde sollten nur unter Aufsicht Zugang erhalten. Bildschirme sperren, wenn Sie den Raum verlassen. Ausdrucke am zentralen Drucker, sichtbare Unterlagen und unbeaufsichtigte USB-Sticks sind häufige Datenlecks — auch in Home-Office-Umgebungen.
Passwörter und Zugangsdaten
Kennungen müssen mit langen, einzigartigen Passwörtern geschützt sein — nicht im Wörterbuch, nicht wiederverwendet über mehrere Dienste. Geknackte Zugänge werden oft für Angriffe auf weitere Accounts genutzt. Technische Passwort-Richtlinien und Multi-Faktor-Authentifizierung reduzieren das Risiko erheblich.
Telefon und Social Engineering
Gerade junge oder unerfahrene Mitarbeitende werden am Telefon ausgeforscht. Legen Sie fest, welche Auskünfte telefonisch erteilt werden dürfen und an wen weitergeleitet wird. Kriminelle sammeln vorab Informationen, um Vertrauen vorzutäuschen — und Opfer in die Falle zu locken.
Private Kommunikation und Data Breach
Unternehmensdaten über private E-Mail-Accounts oder private Nutzung von Firmen-Accounts erzeugen Risiken — unsichere Transferwege können von Datendieben ausgenutzt werden. Bei einem Data Breach besteht Meldepflicht an die Datenschutzbehörde; Verschweigen verschlechtert die Beurteilung durch die Aufsicht.
Technik und Datenspeicherung
USB-Sticks, externe Festplatten und private Nutzung von Firmengeräten — auch im Home-Office — sind häufige Risikoquellen. Geräte verschlüsseln, öffentliche WLANs meiden, Datenminimierung und Aufbewahrungsfristen einhalten. Akten gehören nicht in den Papierkorb — zertifizierte Entsorgung schützt vor Datenabfluss.
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